nach Syd-Koster

Von Stenungsund aus liefen wir bei richtig schönem Wetter und wechselnden Winden durch den Stigsfjord an Mollösund vorbei nach Norden durch die Schären. Die Fahrwasser sind zwar recht eng und stark befahren, aber die Blicke sind so schön, dass es sich allemal lohnt. Ärgerlich sind nur bisweilen die Herren Motorbootfahrer, die beim Begegnen kein bisschen Gas wegnehmen;sind halt tolle Kerle ...
Richtung Smögen. im Naturhafen von Hållö gab es für uns keinen Liegeplatz, deshalb ankerten wir dann an einem zeimlich doofen Platz nördlich Långö. Dieser Platz war so doof und das Festmachen so kompliziert, dass wir noch nicht einmal ein Foto davon machten, sondern zeitig am nächsten Morgen abfuhren. Der Wind war ganz gut und so brachten wir schnell die Ecke bei Smögen hinter uns.
Als wir in die Schären südwestlich von Fjällbacka einliefen briste es weiter auf und der Trip zum vorgesehenen Ankerplatz in der Bucht von Musön wurde ziemlich schnell. Die Einfahrt dort ist relativ kompliziert (wenn man kreuzt) und als wir die Segel wegnehmen wollten ging nach wenigen Umdrehungen mal wieder der Motor aus. Also noch ein bißchen kreuzen; dann überlegte Herr Motor es sich doch noch und wir erreichten problemlos einen guten Ankerplatz aber ein unzuverlässiger Motor macht ein ungutes Gefühl. Da wir zeitig in Musön angekommen waren und der Motor doch noch aufgehört hatte Zicken zu machen konnten wir schön an Land gehen.
Am nächsten Tag startete der Motor problemlos, also fuhren wir bei angenehmem Wind Richtung Syd-Koster ab. Zunächst ein wenig kreuzen, dann raumschots bei unangenehmer Dünung zum Havstenssund: Sightseeing vom Feinsten!
Der Wind frischte etwas auf und es ging mit angenehmer Geschwindigkeit Richtung Koster Hamn, einer großen Bucht auf der Ostseite von Syd-Koster, gut gedeckt gegen alle Winde von Süd über West bis Nord mit Sandstrand, also vermutlich gutem Ankergrund. Was wir nicht wußten war, dass in einem breiten Streifen entlang des Strandes ein Ankerverbot besteht, das durch Tonnen mit Schildern kenntlich gemacht ist. Als wir die Segel wegnehmen wollten quittierte der Motor wieder mal
seinen Dienst und der Wind schickte vor Freude einen Drücker. Also Fock wieder hoch und Kreise fahren um einen Ankerplatz zu suchen. Ich hatte auf den Schildern den Grund für das Ankerverbot nicht erkannt: "Naturreservat", sonst hätten wir ganz in der Nähe der Absperrung geankert, sondern dachte an Kabel oder ein Unterwasserrohr. Deshalb fuhren wir dann mit rund 10 kn durch das Feld der Ankerlieger und ankerten im zweiten Anlauf auf 5 m -- es war ziemlich eng, aber angeblich fühlt man sich in der Menge ja geborgen; uns war es eigentlich etwas zu viel Geborgenheit.
Ort Datum Uhrzeit
Abfahrt Stenungsund 05.07.17 09:35
Ankunft Koster Hamn 07.07.17 18:25
Motor Segel max. Fahrt
diese Etappe 6 sm 78 sm 11,1 kn
gesamt 19 sm 347 sm 16,3 kn