nach Frederikshavn

Am 21.06.17 nachmittags kamen wir bei frischem, abnehmendem Wind von Sakskøbing los und passierten mit Rauschefahrt Kragenaes -- bald darauf war Schluss: die letzten paar Meilen nach Vejrø zogen sich und wir mussten dort im Südwesten des Hafens ankern. Am nächsten Morgen fuhren wir zeitig los: mit Rauschefahrt unter der Beltbrücke hindurch an Kerteminde und Romsø vorbei.
Mitten im Großen Belt lag u.a. dieser Tanker vor Anker. Unsere Vermutung: Putin will damit die Bundestagswahlen beeinflussen: Am Tag danach schickt er der SiegerIn eine Büchse Öl -- und so bestimmt er auch in der BRD, wer der Boss ist -- hat er ja in den USA auch gemacht ... oder?
Nicht nur dieser Tanker -- vom russischen Hacker geschickt? -- gab uns ein Rätsel auf, sondern auch die Formschönheit dieser Fähre nach Ballen: wer mag die DesignerIn gewesen sein Versace, Lagerfeld, Chanel oder Winterkorn? Als wir Ballen quer hatten begann der Wind sich zur Ruhe zu begeben: mit dem letzten Lüftchen erreichten wir am Abend Langør auf Samsø. Die Wetteraussichten sind Mist: wir hatten die Wahl zwischen Langør oder Grenå und haben uns dann für Samsø entschieden. In ein paar Tagen soll das Wetter besser werden ...
Aber zunächst ist es Mist: Regenschauer, viel Wind und der noch dazu in der ersten Nacht aus südlichen Richtungen. Langør ist ein kleiner Sportboothafen im Stavns Fjord auf der Ostseite von Samsø. Der Stavns Fjord ist eine Wasserfläche von ca. 2 mal 2 sm; in ihm liegen eine Reihe kleiner Inseln und das Wasser ist meist flach. Dennoch baut sich bei kräftigen südlichen oder südöstlichen Winden am einzigen für uns in Betracht kommenden Liegeplatz eine recht unangenehme Welle von vielleicht 30 cm auf, die uns immer wieder gegen die Pier drückt -- gute Fender sind unerläßlich! Nach der zweiten, etwas ruhigeren, Nacht verholten wir an einen Ankerplatz etwas nördlich des Hafens: gut gedeckt gegen alle westlichen Winde und auch gegen Süd; außerdem liegt La Guagua bei Welle am Anker ruhiger als an einer Pier.
Wir sind dann, geschmückt mit Rettungswesten, doch noch an Land gefahren mit unserer Gummiwurst und dem 4 PS Außenborder: gegen Bft. 6 kann ich nicht pullen. Der Landgang hat sich gelohnt.
Nach drei Nächten am Anker ging's dann endlich weiter: Ziel Grenå. Der Wetterbericht hatte uns 6 - 8 m/sek. vorhergesagt, aber beim Ritt über die Århus Bugt hatten wir wohl gute 12 m/sek. aus West. Bei halbem Wind brachten wir es auf 16,3 Kn in der Spitze bei voller Dusche! Die 31 sm bis Grenå spulten wir mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,2 kn ab. Dann ließ der Wind stark nach; aber die nächste Wettervorhersage empfahl uns, nach Anholt zu gehen.
In Lee des Anholt Offshore Windparks mit 111 Windrädern legte sich der Wind schlafen für fast 2 Stunden. Dann kam er ganz leicht zurück und wir erreichten den fast leeren Hafen -- sehr ungewöhnlich -- gegen 20 Uhr und konnten an einem Schwimmsteg längsseite gehen: sehr bequem! Die Zeit reichte noch für einen Rundgang auf dieser wunderschönen Insel. Am nächsten Morgen wollten wir weiter: nach Schweden, denn tags darauf sollte es wieder kacheln.
Laut Farvandsudsigter sollte dann aber vor der schwedischen Küste am Nachmittag ein umfangreiches Flautengebiet liegen, das am Abend von Starkwind aus Ost abgelöst würde -- keine guten Aussichten. Für Frederikshavn allerdings war die Vorhersage prima: raumer bis halber Wind in angenehmer Stärke --> auf nach Frederikshavn.
Ort Datum Uhrzeit
Abfahrt Sakskøbing 21.06.17 13:20
Ankunft Frederikshavn 27.06.17 20:05
Motor Segel max. Fahrt
diese Etappe 10 sm 199 sm 16,3 kn