Kalmar nach Ystad

Kalmar verließen wir bei wenig Wind auf die Nase. Kurz darauf gab es etwas Regen und der Wind nahm auf ein angenehmes Maß zu, natürlich weiter von vorn. Die letzten Meilen nach Sandhamn musste wegen Flaute wieder mal der Motor her.
Wir haben auf unseren Reisen in Schweden immer wieder viele militärische Einrichtungen gesehen oder, wie hier in Torhamns Udde zumindest Hinweise darauf. Allerdings haben wir bisher keine Kenntnis von Aktivitäten schwedischer Soldaten im Ausland. Schwedens Militär scheint sich also ausschließlich mit der Landesverteidigung zu befassen. Das wäre vielleicht auch mal eine gute Idee für die Bundesrepublik Deutschland: Denn unser Land wird entgegen der Meinung einiger verwirrter Politiker nicht am Hindukusch verteidigt.
Mit Sabine und Zoltan aus der Schweiz haben wir zwei sehr angenehme Abende verbracht. Angenehm bereits deshalb, weil ihre Ansichten über den Zustand der Welt den unseren ähnlich sind. Sabine ist Theologin und lehrt an der Uni Luzern und Zoltan ist als Beschäftigter der Solidar häufig in Südostasien unterwegs um zu helfen, die Situation der TextilarbeiterInnen zu verbessern. Auch gehört er der schweizer Gewerkschaftsdelegation zur ILO an. Ihr Boot lassen sie in Sandhamn; nächstes Jahr geht es dort weiter.
Den Rest des Abends (vor und nach dem Besuch der vielen Hirsche) verbrachten wir mit Fred und Martin zunächst auf unserem Boot und dann auf Freds 40er Dufour -- einem schönen, komfortablen Boot.
Weil der Wind am nächsten Morgen auf sich warten ließ, fuhren wir erst kurz vor halb zwölf mit dem weit gesteckten Ziel Simrishamn ab. Der Wind hatte ein Einsehen und beförderte uns mit bis zu 8 kn (nur kurze Zeit) zum Ziel, das wir mit dem letzten Licht nach einem traumhaften Sonnenuntergang erreichten.
Ort Datum Uhrzeit
Abfahrt Kalmar 19.08.16 09:20
Ankunft Ystad 25.08.16 17:25
Motor Segel max. Fahrt
diese Etappe 9 sm 176 sm 11,3 kn
gesamt 128 sm 1697 sm 14,5 kn
... immer wieder Ystad ...