von Nynäshamn nach Öregrund

Mit der Abfahrt von Nynäshamn ließen wir uns Zeit: da war zum einen der wenige Wind, zum anderen die mäßige Sicht und hinzu kamen noch die erstklassigen sanitären Einrichtungen, die eine Vor-Abfahrt-Dusche unvermeidlich erscheinen ließen. Außerdem hatten wir es nicht weit, wir wollten nur in eine Ankerbucht in 8 sm Entfernung. Also fuhren wir um 14:38 ab. Der Wind blieb flau und als wir an der Finnhällorna-Bake feststellten, dass die Sicht weniger als eine Meile betrug, entschlossen wir uns auf der Ostseite von Bedarön in einer erstklassig gegen alle Winde geschützten Bucht zu ankern. Der aus dem Nebel auftauchende Segler bestärkte uns in dieser Entscheidung.
Am Ankerplatz sank die Sicht bisweilen auf weniger als 2 Kabellängen und die Nebelsignale der Fähren vermittelten ein richtiges ʺSeebärengefühlʺ -- wie früher in der Seefahrt. Dazu passte natürlich auch die Notwendigkeit, Festmacher zu
spleissen. Am nächsten Morgen war der Spuk vorbei: gute Sicht, keine Nebelsignale und südwestliche Winde um 5 sicherten rasche Fahrt zu unserem nächsten Liegeplatz an der Nordspitze einer der vielen Inseln namens Björkö. Das Festmachen dauerte lange -- ich bin eben kein Schwede.
Auf Björkö sahen wir eine höchst eigenartige Baustelle: Ein riesiges Haus mit Glasfront, außerdem ein Schwimmbad ... Als Sabine den Polier fragte, was es werde, hielt er sich nur den Mund zu.
Zwischen Yxlan und Blidö, auf dem Weg zu unserem nächsten Ankerplatz bei Furusund gibt es eine Vielzahl sehr schöner Häuser, bei deren Anblick ich mich an den Fuchs erinnern muss: ʺDie Trauben sind mir viel zu sauer!ʺ um nicht neidisch zu werden.
Der Schiffsverkehr zwischen Furusund und Kapellskär ist stark. Bei wenig Wind ist es nicht leicht, den Großen aus dem Weg zu gehen.
Bei den Arholmarna, nördlich von Kapellskär geht es für etwa 20 sm hinaus in die Ålandsee. Anfangs war die Segelei eher ruhig, aber dann frischte es auf auf gute 5 Bft. und hinzu kam eine eklige nachlaufende See, die zum Teil wohl bis zu eineinhalb Meter hoch war. In einer Glitsche (!!) erreichten wir bei der Schäreneinfahrt nach Öregrund (Svartklubben) unsere diesjährige Höchstgeschwindigkeit von 13,6 kn, aber Sabine hatte alles im Griff -- kein Problem.
Ort Datum Uhrzeit
Abfahrt Nynäshamn 26.06.16 14:38
Ankunft Öregrund 29.06.16 18:45
Motor Segel max. Fahrt
diese Etappe 14 sm 119 sm 13,6 kn
gesamt 43 sm 546 sm 13,6 kn