Segeln: Katamaran "La Guagua" 2011: nach Ålborg

in Schweden, Nordteil

Der Ankerplatz zwischen Björkö und Hällesö ist prima: dort liegt man ruhig bei annähernd jedem Wetter. Wir jedoch hatten sogar mit dem Wetter Glück und standen bei Sonnenschein auf. Nach einem geruhsamen Früstück machten wir uns auf den Weg nach Vallda Sandön. Zum Strand auf Malö geht es per Motorboot. Bei diesem tollen Wetter war der Parkplatz gegen Mittag bereits gut belegt. Leider liess bei Malö der zunächst recht angenehme Wind stark nach. Also brachte ich die Angel aus in der Hoffnung entweder endlich ein Abendesssen zu fangen oder den Wind: mir gelang keines von beidem. Kurz bevor wir Vallda erreichten gab es nochmals einen Blick auf erhebliches Strandleben

-- mir wäre das Wasser viel zu kalt gewesen! Aber für einen ausgedehnten Spaziergang über Wiesen und Felsen war das Wetter genau richtig! An dem Platz, wo wir im letzten Jahr so gute Kirschen gepflückt hatten gab es diesmal leider fast nichts zu holen und Himbeeren fanden wir auch keine.

Ein Schnäckchen mit Bengt, den Sonnen-untergang betrachten und weiter nach Norden. Das schöne Wetter ist auch an der Belegung der Ankerplätze in den Schären südlich Göteborgs zu bemerken. Die schnellen Fähren sorgen für eine gute Verkehrsanbindung der Schären, aber schütteln die Segler stets kräftig durch. Durch das Hauptfahrwasser um Göteborg brachte uns ein frischer Wind und die grossen Schiffe hatten ein Ein-sehen mit uns: um unsere Durchreise nicht zu behindern hielten sie sich fern. Als wir das Fahrwasser bereits verlas-sen hatten kam dann doch noch einer. Ich überlegte lange, was der wohl geladen

haben mußte, damit die Schlepper bereits so weit draußen anspannten. Der schwächliche Wind kam für uns fast genau von achtern; wir hatten deshalb Gele-genheit, das Schiften des Blisters zu üben: Kaum hat-ten wir ihn auf der einen Seite zum Stehen gebracht, so war die nächste Halse dran. Dennoch kam uns eine schöne X-50 entgegen, die trotz des nachlassenden Windes die Segel setzte und nach Süden kreuzte. Auf Hönö sahen wir eine Yachtwerft oder etwas Ähnliches,

vor der der Volvo Ocean Racer "Puma" entweder auf neue Taten wartete oder Werbungszwecken diente. Das Boot mit dem tiefen schlanken T-Kiel und der Doppelruderanlage unter dem breiten flachen Rumpf sah imponierend aus . Das Geschwindigkeitspoten-tial war deutlich zu sehen. Wir hingegen wurden zur lahmen Ente: Bevor der Wind ganz einpackte legten wir uns im Osten Koöns auf einen prima Ankerplatz mit guter Landgangsmöglichkeit.

Der Trip nach Stenungsund (wo man fast im Supermarkt festmachen kann) ging zwar ganz schön los, war aber dann doch nicht der Hit: Der Wind nahm auf ganz wenig ab und der Regen tropfte uns von den Nasen. Wir waren froh, als wir endlich fest waren und aus dem nassen Ölzeug kamen. Sabine konnte im Supermarkt mal wieder zwei Wasserkanister zum Einfrieren abgeben, wodurch die Funktion der Kühlbox für die nächsten Tage gesichert war. Den Abend verquatschten wir mit Sander. Der junge Mann war mit Fahrrad und Zelt auf dem Weg von Varberg nach Bergen. Er hatte unser Boot gesehen und wir tranken gemeinsam einen Wein. Wir schnackten über alles Mögliche, unter anderem über die ausgefallene Geschäftsidee, die

er gemeinsam mit seinem Bruder in www.makemymosaic.de umgesetzt hatte. Als er ging war es zwei Uhr und so war es schon früher Nachmittag, als die Hafenanlagen von Stenungsund im Grau verschwanden. Auch der weitere Weg im Binnenfahrwasser östlich von Orust war in dem grauen Licht leider nicht annähernd so schön, wie er bei schönem Wetter ist. Erst nachdem wir die Nötesund-brücke hinter uns hatten, wurde es etwas freundlicher.

An Lysekil und der Außenschäre Hallö vorbei, fuhren wir zu-nächst nach Kungshamn, verließen den Hafen aber sofort wieder, als wir festgestellt hatten, dass das Liegegeld SEK 300 (etwa € 35) kosten sollte. In Smögen, nur wenige Motor-minuten entfernt, zahlten wir SEK 250. Smögen ist in ver-schiedener Weise beeindruckend: Da nach Westen nur wenige Schären vorgelagert sind, steht die Stadt weitgehend auf blankem, buckeligem Fels mit ausgeprägten Außenschären-charakter. Dennoch wurden hinreichend ebene Flächen geschaffen für einen Minigolfplatz hoch oben sowie Tennis und Fußballplatz an weniger exponierten Stellen. Darüber-hinaus ist Smögen das "Touristenparadies" es wimmelt und fast alles kann dort verkauft werden; z.B. eine 20-minütige Fahrt mit "Flying Fox" -- 3* 300 PS, Höchstgeschwindigkeit 65 kn, Treibstoffverbrauch 0,3 l / sm bei 50 kn -- was wir nicht herausgefunden haben, war der Preis. Für lahme Enten wie uns gibt es andere Vergnügungen: Wir gingen um den Hafen herum, durch den Ort und über die Brücke nach Kungs-hamn, genossen die unterschiedlichen Blicke und freuten uns beim Anblick der Treppe auf den Rückweg.

Svanesund, 03.08.12
In Karlshamn gibt es noch etwas Fischerei; angesichts des

Zustands einiger Boote frage ich mich allerdings, ob sich die Eheleute vor jedem Trip voneinander verabschieden sollten. Wir haben jedoch nichts über bedauerliche Vorfälle in jüngster Zeit gehört und erstklassige Shrimps der Fanggründe um Smögen / Kungshamn gekauft.

Der Weg von unserem Liegeplatz bis zur Krabbenhändlerin in Kungshamn dauert ziemlich genau eine Stunde; der Rückweg ist auch nicht kürzer, aber dennoch ist es unbedingt notwendig, noch den Umweg am gegenüberliegenden Hafenufer zu machen um etwas Fisch zu kaufen und vor allem zu gucken.

Von Smögen fuhren wir bei Kachelwind unter Fock in die Karlsvik, wo Sabine -- ebenfalls bei Kachelwind -- Krabben puhlte und nach Michi's Rezept (das er uns sehr schnell per eMail geschickt hatte) zubereitete.

In der Karlsvik hielt es uns nur bis zum nächsten Mittag, als der Wind unerwartet abnahm. Anker hoch und nach Süden gekreuzt bei herrlichem Wetter in zum Teil recht engem Fahrwasser an Grundsund vorbei in den Ellösefjord. Auf dieser Kreuz konnten wir unter anderem einen Drachen auskreuzen; das fanden wir schon recht beachtlich.

Die Fahrt durch den Koljö Fjord ist immer wieder eine Augenweide -- insbesondere bei schönem Wetter wie wir es hatten. In Henån konnten wir wieder mal gut Fisch einkaufen und duschen bevor wir, ab Nötesund leider bei Regen und Gewitter, zum Teil sehr langsam und die letzten Meilen sogar mit Motor, nach Swanesund hinuntertrödelten. Die Wälder dampften.

Der nächste Tag meinte es bes-ser mit uns: nach vormittägli-chen Regenschauern gab es ab Mittag schönen Wind (auf die Nase) und wir kreuzten recht schnell und angenehm an Stenungssund (wo am Abend zuvor mit der großen Fackel irgend ein Dreck verbrannt wurde, dass man es 15 sm weit sah und 4 sm weit hörte.) vorbei. Bei Älgön entschieden wir uns, außen um Marstrand herumzufahren, in der Hoff-nung, dort etwas mehr als den im Innenbereich rasch nach-lassenden Wind zu finden. Das hat geklappt (nachdem ich die Angel 'rausgehängt hatte). Durch das enge Loch bei Stora

Sillesund mußten wir kreuzen und auch dann ging es noch eine Zeit ganz gut, aber kurz vor Björkö war der Wind schon wieder so schwach, dass wir uns entschlossen die letzten zwei Meilen mit Motor zu fahren. Kurz nach neun abends waren wir fest und bekamen noch von einem freundlichen Schweden den Code für's Waschhaus verraten.

Bua, 06.08.12

Sabine hatte Björkö schon lange auf dem Zettel, aber irgendwie hatte es bisher nie gepasst und nun führte uns unsere Wan-derung am nächsten Tag über den Nordteil der

Insel: fast überall schön, nur die ehemaligen, jetzt zubetonierten Militäranlagen stören das Bild. Andererseits haben vielleicht gerade diese Militäranlagen dazu beigetragen, dass die Nazis Schweden nicht überfallen haben -- dann ist der dadurch verursachte "Naturverbrauch" allemal sinnvoll gewesen. Von vielen Stellen hatten wir einen tollen Blick über den Skärgård. Beson-ders schön fanden wir einen Pfad, den eine Schwedin (die uns am Vortag mit ihrer Sapphire

davongefahren war und jetzt für uns Wasserkanister in ihrer Eisbude einfror) mit Netzschwimmern und z.T. (für uns leider unlesbaren) Texten liebevoll markiert hatte.

Auch im Hafen war ein gewaltiges Gewese: kleine Mädchen mußten zum Eis- oder Pizza-Essen gebracht werden und deutlich größere Mädchen (jedenfalls überwiegend) waren am Kutter-Pullen -- das erinnerte mich dann an meine Zeit auf der Moses-Fabrik; die Kutterbesatzungen waren

damals jedoch weit weniger attraktiv. Sabine traf die Vorbereitungen zum Abendessen und nach Sonnenuntergang gab es nochmals Spaghetti con Scampi.

Am Morgen verband Sabine das Brot-Einkaufen mit einem kurzen Gang zu einem winzigen Cafè das ihr schon am Vortag aufgefallen war, und bedauerte, dass wir tatsächlich einige Meilen weiter nach Süden mußten.

Zum Ausgleich gab es höchst angenehme Am-Wind-Segelei nach Göteborg hinunter. Dort machten sie diesmal richtig viel Ver-kehr, mehr als wir es von den anderen Jahren kannten -- allerdings wiederum ohne unsere Durchfahrt zu behindern. Weiter im Süden, auf dem Weg zu unserem Ankerplatz westlich Vrangö allerdings meinte ein Segler, der es vorzog raumschots mit Motor zu fahren (vielleicht wusste er nicht, wie die Segel gesetzt werden), er habe mit seinem 30'- Motorboot ein Wege-rechtsschiff und könne uns deshalb kreuzend auf eine Untiefe schicken, statt auszuweichen -- hat er nach unserem gewalti-gen "Raum"- Gebrüll aber doch noch gemacht, sonst hötte es gekracht.

Bua, 08.08.12

Spaghetti con Scampi a la Michi M. für 4 Personen
Sehr zu empfehlen !
500 Gramm Spaghetti
400 Gramm geschälte Garnelen (möglichst auch den schwarzen Darm herausziehen;!)
500 Gramm Tomaten in große Stücken
1 Knoblauchzehe
1 Bund Petersilie
½ Zwiebel
Olivenöl extra vergine
Salz q.b.
Zuerst die Pfanne erwärmen, dann reichlich Olivenöl dazugeben und die fein gehackte Zwiebel braten bis alles eine goldgelbe Farbe erhält. Die Tomaten schälen (dazu ein feines Messer benutzen oder die Tomaten 5-10 Sekunden im kochenden Wasser schocken, da lässt sich die Haut fein abziehen), entkernen und in große Stücke schneiden und ins Öl geben. Ebenfalls den Knoblauch in kleine Stücke schneiden und in die Pfanne rein. Sobald die Tomate welk wird, reichlich Würzen mit Salz und Pfeffer. Anfangs ist die Flamme für einige Zeit groß unter Rühren, dann unter kleiner Flamme fertig kochen für etwa 20 Minuten. Erst jetzt werden die geschälten Garnelen dazu gegeben und etwa ein paar Minuten auf der kleinen Flamme gelassen, am Ende kommt noch die fein gehackte Petersilie dazu.
Die Spaghetti werden in einem großen Topf ins kochende und gesalzene Wasser mit den angegeben Minuten (-1 Minute, denn die Nudeln kochen hinterher nach und sind dann zu weich!); das Ganze dann in der Pfanne schwenken.
Lasst es euch schmecken!!!
Hafeninfo Vallda Sandön
Liegeplatz Längsseiteplatz
Liegegeld Frihamn: kein Liegegeld incl. Strom & Wasser, Duschen
Internet nein
Hafeninfo Smögen
Liegeplatz Newport Marina,Längsseiteplatz außen am T-Steg B
Liegegeld SEK 250 incl Strom und Wasser, Duschen SEK 10 in Metallkassette
Internet nein
Ort Datum Uhrzeit
Abfahrt Brokö Ankerpl. 25.07.12 11:15
Ankunft Vrangö Ankerpl. 15.07.12 14:35
Motor Segel max. Fahrt
diese Etappe 19 sm 224 sm 14,4 kn
Sommertrip bis hierher 30 sm 591 sm 16,1 kn
mit dem Motorboot zum Streand auf Malö
die Leuchttürme von Nidingen hinter Malö
Strandleben bei Vallda Sandön
hübscher Käfer
Wollgras
Seegras
die Fischerfahne muss an Bb. bleiben !!
Felsen-Strandaster
Vildkaprifol
wie heißt das ?
wer hat hier Modell getanden ?
Sonnenuntergang
Valö Leuchtturm
gut besuchter Ankerplatz
schneller Inselverkehr
??-Tanker
was mag der wohl geladen haben?
X-50
Volvo Ocean Racer 'Puma'
wartet auf neue Rennen?
La Guagua sonnt sich
Spiegelung
Spiegelung
Kanadagänse
LPG Tanker in Stenungsund
Barkentine im Svanesund
Brattön
Nötesundbrücke
Südseite Koljöfjord
Lysekil
Hallö Ostseite
Smögen von Süden
Flying Fox mit Taucherbrille
3 * 300 PS, könnt' reichen
nix wie weg!
westliche Zufahrt nach Smögen -- ungeeignet für La Guagua
ein schönes Haus
wir kommen wieder ...
von der Smögen-Kungshamn Brücke nach Norden
die Treppe von der Brücke nach Kungshamn
Kungshamn
is there a boat called 'Widowmaker'?
Krabben auf der Treppe
manche Leute sehen von hinten am besten aus ...
verfügbarer Platz ist zu nutzen!
Scholle (nicht Mizar) mit dem Reiterlein
Brett vorm Kopf
Hund am Tisch
auf der Nordseite des Hafens, ganz im Westen
heiße X-Yachten
der Hafen, aus Westen gesehen
die zwei Stockwerke Smögens
ankern in der Karlsvik
Krabben...
...Puhlerin
Ellös, wo die Halberg Rassy's gebaut werden
bei Ljungskile in einer Regenpause
Stenungsund mit der großen Fackel
'Lady Margaux' direkt aus Singapore in Stenungsund
Älgön -- auch schön
Åstol -- dicht besiedelt!
ehemalige Kanonenstellung, jetzt zubetoniert
Infotafel über die Batterie Björkö
Blick über Stuvö nach Westen
Beginn des 'Sapphire'Pfades
Markierung am 'Sapphire'Pfad
Türwächter
Näckrosdamm
Näckrosdamm
Blick nach Stuvö
Blick nach Marstrand
Eis oder Pizza essen ??
Kutterpullen
ein Teil der Zutaten für ...
Spaghetti con Scampi nach Art Michi M.
Sonnenuntergang
das kleine Cafè
der Kuchen
Fähre von achtern
fährt wahrscheinlich Eiscrem im Bulk
schleppt manchmal was