Segeln: Katamaran "La Guagua" 2009: im Limfjord

im Limfjord

zum Reisebeginn

Unser erster Versuch, den angenehmen Ankerplatz südlich Hals zu verlassen, um nach Aalborg/Aquavit zu gehen, war ein Schuss in den Ofen. 12 Minuten später ließen wir den Anker wieder an der gleichen Stelle fallen: Der leichte Wind reichte nicht aus, um gegen ungefähr 1 kn Strom anzukreuzen. Wir entschieden uns, am Ankerplatz auf brauchbaren Wind zu warten. Gun nutzte die Zeit, den Tau/Draht-

Spleiss der Großfall zu erneuern, da das Tauwerk etwas unterhalb des Spleißes stark schamfilt hatte (am Mastkopf, wie uns später auffiel). Während des Spleißens kam SE-Wind mit 2/3 Bft. und wir warteten recht ungeduldig bis Gun endlich fertig wurde. Danach gab es Melone mit

Schinken (soviel Zeit muss dann auch noch sein), bevor wir den zweiten Anlauf nach Westen nahmen. 15:11 zupften wir den Anker aus dem Grund und setzten den

Blister. 15:28 nahmen wir ihn wieder weg, weil der Wind zu drehen schien und kreuzten wenige Minuten später bei bis auf 5 Bft. zuneh-mendem WNW-Wind Richtung Aalborg. Sabine war am Ruder und gab ihm richtig Gummi, bis zu 12,1 kn (... am Wind). Kurz vor der Limfjord-

Straßenbrücke nahmen wir die Segel weg und fuhren mit dem Motor weiter. Wir hatten erhebliches Glück: Ein Arbeitsboot wollte durch die Brücke und so brauchten wir nicht auf die Sportbootöffnung zu warten. Auch vor der Eisenbahnbrücke brauchten wir nur wenige Minuten hin- und herzufahren. Schon 20:00 Uhr waren wir in der Fjordparken Marina fest. Die Fjordparken Marina gehört zur Frihavns-ordningen, einem Zusammenschluss von rund 200 vorwiegend dänischen, aber auch etlichen deutschen

und schwedischen Bootsvereinen. Gehört man, wie wir (Sakskøbing Både-laug), einem Mitgliedsverein an, so zahlt man anstelle der normalen Liegegebühr nur eine geringe Abgabe (zw. Dkr. 25 und 40 haben wir bisher erlebt) für Ver- und Entsorgung -- das ist Spitze !!

Da wir uns ohnehin vorgenommen hatten in kleinen Etappen durch den Limfjord zu fahren, gingen wir am nächsten, selbst für Steinbären und Holzmöwen heißen Morgen erst einmal ausgiebig an Land, um die

Stadt zu erkunden. Zumindest bei einer Straße schien uns auch ohne den Genuss von Aquavit einige Vorsicht geboten wegen des etwas ungewöhnlichen Verlaufs. Wir durchquerten einige typisch großstädtische Bereiche mit zum Teil beeindruckend sinnvoller Nutzung der nicht besonders großen Balkone. Bereits im Übergang zum

Altstadtbereich gab es eine Vielzahl malerischer Anblicke, von denen wir natürlich nur wenige zeigen können.

Sehr beeindruckt war Gun von dem sorgen-vollen Gesicht des Heiligen unter der Kanzel: Jetzt wisse

er, was abkanzeln bedeutet, damit wolle er nichts zu tun haben!

In Peter Langes Kunst Werkstatt gab es eine Vielzahl skurriler Plastiken zu sehen, von Tassentürmen bis zu Menschen aus allen möglichen Materialien: man beachte die diskreten Blätter um die Körpermitte. Sehr gut gefiel uns auch der etwas stachelige, nach links voran schwimmende Fisch. Aber es gab auch andere

sehenswerte An-blicke. Besonders Schreiner und ähnliche Gewerbe-treibende werden auch ihre helle Freude an den ausgeprägten (oder

ausgebeulten) rechten Winkeln der etwas älteren Geäude haben.

Auf dem Rückweg zum Boot konnten wir im Rah-men einer militärischen Publikumsveranstaltung noch Übungen zur Seenotrettung beobachten und deren Helikopter aus der Nähe betrachten. Der

Große hat mit einer Besatzung von 6 SoldatInnen incl. ÄrztIn ein Gewicht von gut 10 t und eine Zuladung von etwa 6 t. Er kann ungefähr 5 Stunden mit einer Luftge-schwindigkeit von 130 kn fliegen. Falls erforderlich, wird

er an einer der Ölplattformen in der Nordsee aufgetankt -- höchst beeindruckend fanden wir. Beeindruckt, auch von den kleineren Maschinen waren vermutlich die GewinnerInnen der Rundflüge,

die mit offenen Türen, Bein zeigend, durch die Lüfte reisten. Unklar blieb uns die Bedeutung eines Noteinstiegs; und über die Bedeutung des Kamel-Warnschildes denkt Gun immer noch nach -- dann hat er wenigstens was zu tun. (Aalborg, 13.07.09)

Aalborg ist zwar eine schöne und interessante Stadt, aber nicht das Ende des Limfjords. Also fuhren wir um 15:30 Uhr bei flauen Winden weiter. Im gesamten Gebiet des Limfjords gibt es eine Vielzahl von

Windmühlen und ständig kommen weitere hinzu; Schwindelfreiheit scheint bei ihrer Montage eine nützliche Eigenschaft zu sein. Die Aggersundbrücke klappte uns ohne nennenswerte Wartezeit in den breiten Teil des Limfjords durch. Kurze Zeit nach passieren des leuchtenden Kalkwerks kam ein klitzekleines bißchen mehr Wind auf. Das und

laute Musik in Løgstør veranlaßten uns nach Livø weiter zu fahren.

Dass der Wind dann noch auf ESE 3 auffrischte, ermöglichte uns, kurz vor Mitternacht, nach 31 langsamen sm an einer Festmachertonne der Dansk Seijlunion festzumachen. Die Augen der Tonnen sind häufig rauh wegen der Korrosion, die irgendwann den Stahl

angreift. Leinenschoner aus dickem Plastikschlauch sind des-

halb sinnvoll. Die abgebildete haarsträubende Improvisation haben wir in den Folgetagen durch elegantere Fixierung der Schlauch-stücke abgelöst. Da wir "La Guagua" gut festgemacht wußten und nicht mehr besonders weit sehgeln wollten, warfen wir die Gummi-wurscht in den Bach und paddelten an Land. Außer Hitze, Goldam-mern, schönen Blüten und Ausblicken hat diese Insel-Perle des Limfjords noch ein Vogelhochhaus und ein schönes altes Stall-gebäude zu bieten. Der Hafen lohnt ein Anlaufen nicht: Es gibt

keine Duschen, alles andere ist ziemlich heruntergekommen und das kostet nur Dkr 130.

Von Livø zum Ankerplatz in Hovsør Havn sind es

nur 13 sm. Deshalb reichte es, dass wir erst halb fünf losfuhren. Da die dortige Ankerboje bereits besetzt war, versuchten wir es mal wieder mit regulären Ankern. Die kurze Strecke von dort nach Thisted (Frihavn, Dkr

30, Duschen extra) am nächsten Morgen führte uns am relativ hohen Nordteil der Insel Mors vorbei -- ein schöner Anblick.
In Thisted fand Sabine die Orgel in der Kirche ganz besonders: Sie war nicht, wie sonst üblich auf

einer Empore, sondern unten, auf Höhe der GottesdienstteilnehmerInnen montiert -- außergewöhnlich! Das Abendessen verlegten wir zunächst vor und später in's Clubhaus, das auch von Gastseglern benutzt werden durfte. Am nächsten Morgen wurden noch schnell ein paar eMails geschrieben und unsere

Website etwas aktualisiert, bevor es, auf dringende Empfehlung zweier dänischer BesucherInnen, weiter ging nach Doverodde. (Ålbæk, 18.07.09)

Auf den Weg dorthin haben die Straßen-bauer die Vilsund-Brücke gesetzt. Vor ihr

sind wir eine dreiviertel Stunde bei kräftigem Wind (aber ohne Welle !!) auf und ab gefahren, bevor der Brückenwärter ein Einsehen mit uns hatte und uns durchklappte; wahrscheinlich mochte er keinen gelb-roten Katamaran mehr auf sich zukommen sehen. Kurz nach Passieren des Designer-Feldes (Monsanto ?) war Reffen angesagt. Unsere neueste Errungenschaft, nennen wir sie mal Reffknebel, kam zum Einsatz: In der Vergangenheit haben wir beim Reffen den Vorliekstrecker in das Reffauge eingebunden. Das dauerte lange (insbesondere mit klammen Fingern) und verdrehte das Vorliek. Jetzt haben wir in einen 50 cm langen 4 mm Stropp, der die Verbindung zwischen Hals/Reffauge und Streckertalje bildet einen 8 * 50 mm Rundstahl mittig mit Kreuzbändsel eingebunden. Beim Reffen muss nun, nach Entspannen der Streckertalje, der Knebel geklappt und aus dem Hals-Auge entnommen werden (3 Sek.). Nach dem Fieren der Großfall auf die entsprechende Höhe wird der Knebel durch das

Reffauge gesteckt (1 Sek.). Das funktioniert auch mit klammen Fingern und beeinträchtigt die Form des Segels nicht.
In Doverodde hatten wir gerade längsseite am einzigen Steg der für uns in Betracht kam festgemacht, als Tina von der dänischen "SAGA" (www. sejlture.dk) darum bat, an unseren Platz kommen (für sie erst recht der einzige) und uns längsseite nehmen zu dürfen. Kleine Verholübung und eine Einladung zum Abendessen. Tina und Jegran betreiben die "SAGA" kommerziell und waren diese Woche mit ihren Nachbarn und den insge-

samt 6 Kindern unterwegs auf Urlaub. Nach unserem Spaziergang durch den Ort gab es auf der "SAGA" Fassbier aus Thisted, einen Pilzgulasch in dicker brauner Sauce mit Röstkartoffeln und dazu einen Salat -- alles sehr lecker! Bis halb elf bekamen wir das Schiff gezeigt

und unterhielten uns auf germish mit dänischen Einsprengseln -- auch das hat uns gut gefallen. Tags darauf machten wir das Verholmanöver rückgängig und wünschten der "SAGA"-Crew eine gute

Zeit. Da wir nur einen Kurztrip nach Struer (im Süden des Limfjords) auf dem Zettel hatten, nutzten Sabine und Wulf die Zeit, um das Museum im ehemaligen Getreidesilo zu besuchen. Der Blick vom Silo ist Klasse, aber besonders beeindruckt waren sie von den kunstvollen Patchwork-Nähereien.

Per Schienenersatzverkehr brauchten wir für die 21 sm nach Struer knapp 3 Stunden. Gun war sehr beeindruckt von dem Kletternetz am Hafen, in dem sich kleine Menschen ohne die Gefahr des Herausfallens vergnügten.

Der Trip nach Thyborøn begann mit einem Regen-schauer der kaum Wind mit sich brachte, einer kurzen Wartezeit vor der nächsten Klappbrücke (diesmal Oddesund) und Kriechgang nach Westen. Erst kurz vor

der Ansteuerungsrinne frischte es ordentlich auf und brachte uns an Industrieanlagen vorbei mit einem längeren Sprint von über 10 Kn im Hafen von Thyborøn auf einen angenehmen Längsseiteplatz. Dem Campari (aus dem Feudelbeutel) nebst Imbiss folgte ein ausgedehnter Spaziergang entlang der Nordsee. Es ist ziemlich egal, an welche Küste man als deutscher Tourist in Europa kommt: man wird häufig mit der Vergangenheit des eigenen Landes konfrontiert. Doch auch 1000-jährige Sandburgen überdauern bisweilen nur wenige Jahre, insbesondere wenn ihre Erbauer auf die schiefe Bahn geraten sind. Bei solchen Anblicken freue ich mich regelmäßig, dass die Grundeigentümer keine Mietzahlungen von uns verlangen -- dann wär's Essig mit Urlaub. Auch Haus 42 war und ist nutzlos; es steht leer ...

Abgesehen von den großdeutschen Bausünden haben wir Thyborøn nicht als besonders hübsch empfunden. Die Stadt gibt es erst seit etwa 100 Jahren. Die Landzunge, auf der sie steht hat weder immer existiert, noch war sie immer zur Nordsee offen -- alles Entwicklungen jüngerer Zeit. Ihr Erhalt bedarf des Vorbaus mächtiger Buhnen und ständiger Sandaufspülungen. Vieles macht für uns einen vorüber-gehenden Eindruck, nur wenig deutet darauf hin, dass die BewohnerInnen dies als ihr Heim betrachten.

Thyborøn ist geprägt von Fischindustrie und Tourismus. Sabine genoss es, in der Nordsee herum zu patschen und ging sogar schwimmen. Die Fischauktion jeden Mittwoch ist eine Kombination: die Touristen dürfen steigern, als wären sie Kneipiers -- sehenswert! Der nette

Auktionator schenkte uns 3 große Plastiktüten Eis für die Kühlbox; genug für 10 Tage. Die Nordsee hatte uns bereits per Wettervorhersage mitgeteilt, dass sie uns nicht haben wolle, weder südlich noch nördlich von Thyborøn. Also hatten wir beschlossen, südlich um Mors (Ihr Hamburger, reißt euch mal zusammen) herum zurück zur Ostsee zu gehen. Aber vor der Abfahrt noch ein winziges Häppchen:

Das gab es ganz prima am Buffet der alten Fischhalle direkt am Yacht-hafen: wir wollten es uns keinesfalls entgehen lassen. mmhhhh ...

Schnell noch ein letzter Blick auf die Nordsee, in ein spiegelndes Fenster der Halle und die absonder-lichen Gedanken etlicher Fischer

zur EU. An den offensichtlich schwerwiegenden Vorbereitungen für's Volvo Ocean Race konnten wir uns aus Zeitmangel nicht beteiligen: Wir sammelten Leinen sowie Fender ein und verließen den Hafen, um noch sicher die letzte Öffnung der Oddesundbrücke zu erwischen. Bereits im Thyborøn Kanal liefen wir mit halbem Wind und einem Affenzacken Richtung Brücke. Dort waren wir zum Schluss eine gute halbe Stunde eher, als wir hätten sein müssen. Die Zeit bis zur Öffnung bei der Schwabbelsee unter Motor zu überbrücken war zwar nervig, aber besser das, als zu spät kommen; denn wer zu spät kommt, ...

Nach Nykøbing ging es schnell. Wir beschlossen in der Bucht zu ankern, da die Stadt keinen Frihavn hat und wir das Liegegeld sparen wollten. Deshalb gibt es auch nur ein Foto vom Mond bei Nykøbing von einem nicht ganz ruhigen Ankerplatz. Am nächste Tag beliebte der Wind auf der vorderen Traverse zu sitzen und zu rufen: "ich heule !!"; so blieben wir bis abends am Anker liegen. Halb sieben erschien uns der Wind angenehm für die Fahrt zur Ankertonne östlich Livø. Die erwischten wir nach mehreren Anläufen unter Segeln kurz vor neun. Um überhaupt unsere nächstes Ziel Attrup erreichen zu können, fuhren wir am nächsten Morgen bei schwächlichen Winden zeitig ab, drehten vor der Aggersund-Brücke etliche Kreise und passierten sie dann unter Segeln. Es ging langsam weiter und da wir quer über die Flachs außerhalb

des Tonnenstrichs kreuzten, konnten wir bis vor die Hafeneinfahrt segeln. Dort wurde uns ein Liegeplatz in zwei Boxen zugewiesen; der mittlere Pfahl zwischen beiden war irgendwo unter Wasser abgebrochen. Wir waren überrascht, dass wir bei dem Windchen für die 17 sm incl. Brückenpassage doch nur 5 Stunden brauchten. Attrup wirbt: "Fahren Sie nicht vorbei, wenn Sie vorbeifahren". Am späteren Nachmittag folgte ein Spaziergang mit Regenschirm durch's Dorf und in dessen ländliche Umgebung: nichts Besonderes aber schön -- und Schönes muss ja nicht immer gleich besonders sein. Besonders waren allerdings die sanitären Anlagen des Attrup Havn, nämlich besonders gut. Die letzte dänische Wettervorhersage für den 11.07.09, die wir am 08.07.09 aus dem Internet gefischt hatten, stimmte überhaupt nicht: Anstelle der prognostizierten 1 - 2 m/sek aus Süd bis Nordwest, kachelte es mit 12 m/sek aus West. Also blieben wir vorerst im Hafen und gingen wieder an Land. Diesmal fanden wir das von Wulf gesuchte Hügelgrab (einzig-artig in Dänemark wegen seiner zwei Nebenkammern) und den gewaltigen

Als Bjerg mit 53 m Höhe. Am frühen Abend wagten wir uns quer zum Wind aus der etwa 10 m breiten Einfahrt hinaus und hoch am Wind die Richtfeuerlinie entlang bis ins Fahrwasser nach Aalborg, wo Wulf aussteigen wollte. Wir hatten Glück, unmittelbar vor Abfahrt noch einen Schauer unter Deck ausgesessen

zu haben: es war der letzte an diesem Tag. Den nächsten Tag vertrödelten wir an Land und kauften bei "la Bontà" erstklassiges Brot; das solltet ihr euch auch nicht entgehen lassen, falls ihr mal nach Aalborg kommt. Wulf kaufte eine phänomenal billige Fahrkarte nach Hamburg. Zu einem sehr

wohlschmeckenden Abendessen lud er uns in ein Thai-Restaurant ein. Am späten Vormittag des Folge-tages brachte Gun ihn zum Bus. Wir verließen Aalborg mit Ziel Hals-Reede um 14:15, um die Öffnung der Straßenbrücke um drei zu erreichen. Beim Drehen unserer Warteschleifen vor der Eisenbahnbrücke (die kommt zuerst) wurden wir mmer nervöser, je mehr die Zeit vorrückte. Der Brückenwärter hatte jedoch ein Einsehen mit uns und klappte uns so durch, dass wir vor der 2. Brücke kaum noch eine Wartezeit hatten. Nach Passieren sofort die Segel hoch und ab ging's mit moderater Geschwindigkeit Richtung Hals. Nach einer 3/4 Stunde konnten wir wegen einer Kursänderung den Blister setzen und rauschten wieder einmal ab wie die Katze der Familie Schmidt. Es muss eine Menge gute Fotos von uns geben, die eine Dänische Seglerin machte, als wir mit 14 kn wenige Meter in Luv vorbeirauschten. Das Blistervergnügen dauerte aber nur eine knappe halbe Stunde; dann wurde der Wind zu spitz. Alle Boote, die vor uns

gelegen hatten waren jetzt in guter Entfernung achteraus. Annehmend, das dänische Boot würde nach Hals gehen, fuhren auch wir in den Hafen in der Hoffnung, dann auch mal schöne Fotos von unserem Boot bekommen zu können, aber der Hafen war so voll, dass wir uns nach einer Rundfahrt entschlossen auf 56° 58,5' N und 10° 18,7' E bei 2,2 m Wasser mit 35 m Kette und Leine am Pflugschar zu ankern. Das gab uns auch die Gelegenheit, die Wäsche, die Sabine in Aalborg gewaschen hatte, noch etwas zu trocknen.

Am Ende dieses Fahrtabschnitts können wir den Limfjord nur empfehlen: Viele, viele Ankerplät-ze und Häfen in beliebigen Entfernungen und Richtungen; schöne Landschaften, freundliche Leute; erstklassig zutreffende Wetterbe-richte ... was will man mehr. Hätten wir ein Trailerboot und wollten mal was ganz anderes als Kieler Bucht, Elbe oder dänische Südsee, so wäre der Limfjord ein vorrangiges Ziel.
(Svanesund, 21.07.09)

Ort Datum Uhrzeit
Abfahrt Hals Ankerpl. 01.07.09 10:52
Ankunft Hals Ankerpl. 13.07.09 17:52
Motor Segel max. Fahrt
Diese Etappe 9 sm 247 sm 14,5 kn
bisher 161 sm 813 sm 15,5 kn