Katamaran "La Guagua" 2008: nach Swinoujscie

von Sakskøbing nach Swinoujscie

zum Reisebeginn

Bei östlichem Wind um 4 konnten wir gleich nach Verlassen unserer Box die Fock hochziehen und ohne Motor den Fjord abwärts fahren, vorbei an der alten toten Eiche und Familie Brandgans durch die Enge von Øreby. Als das Fahrwasser breit genug wurde, setzten wir das Groß und

fuhren nördlich um Askø und südlich von Femø mit etlichen Kreuzschlägen über die Flachs Richtung Grønsund. Da der Wind immer noch östlich mit 4 bis 5 Bft. blies und laut Wetterbericht auch so bleiben sollte, ankerten wir zwischen Autobahn und Farø auf 2 m Wassertiefe und sahen den Kite Surfern zu, die auf der anderen Seite Farøs hin und her düsten. Am nächsten Morgen bestellten wir beim Wetterbericht NE-drehenden Wind, zogen den Anker um 10:42 aus dem Grund (wir sind nämlich Frühaufsteher) und machten uns an Stubbekøbing vorbei auf den Weg nach Rügen.

Durch den Grønsund war es noch relativ beschwerlich, da starker Gegenstrom lief, aber kaum hatten wir die schöne NE-Ecke von Falster gegen 13:00 hinter uns gelassen gings los: Der Wind drehte auf ENE.

Nachdem Sabine sich von einer Fähre hat erschrecken lassen, die 2 bis 3 Kabellängen hinter unserem Heck nach Norden ging, hatten wir auch schon den Tonnenstrich für die Einfahrt in den Strelasund zwischen Geller Haken und Bock vor uns; es wurde warm und duftete nach Kiefern und

Hecken-rosen -- 18:25 Uhr.

Erstaunt sind wir über die Anzahl der Mehrrumpfboote, die wir im Revier um Rügen sahen. Aber es gab auch ganz andere Boote, wie z.B. das von Gun's ehemaligem Kollegen, neben dem wir um 20:24 Uhr auf eineinhalb Meter Wasser an den Anker gingen. Den nächsten Tag nutzten Arwed von der Likedeeler, Wulf (der auch dieses

Jahr wieder eine Zeit lang mit uns segelt) und Gun um gemeinsam auf La Guagua zu segeln, ungewöhnliche Spinnakermanöver und eine wunder-schöne Ketsch zu betrachten. Sabine durfte nicht mit, sie musste stattdessen an Land gehen um eine polnische Gastlandflagge zu besorgen. Bei dieser Gelegenheit

konnte sie

auch einen Puppen-spieler, dessen Mario-netten sich zum Takt

bewegen, und eine Trommlergruppe beobachten. Das Feuerwerk sahen wir uns dann gemeinsam an. Am nächsten Morgen war dann Abfahrt nach Swinoujscie; wir wollten die Öffnung der Ziegel-grabenbrücke um 09:15 nutzen. Bedauerlicherweise hatte aber irgendjemand in seiner großen Güte die Öffnungszeit auf 08:20 Uhr geändert (ohne uns zu informieren -- man

stelle sich das vor!!), sodass wir die Zeit bis zur nächsten Öffnung um 12:20 noch an Land in Stralsund verbringen konnten. Vor der Brücke dann großes Gedrängel und nach der Brücke kaum noch Wind. Nach langem Getrödel erreichten wir in der

Hagenschen Wiek einen Ankerplatz vor Alt Reddevitz, der gegen alle zu erwartenden Winde gedeckt ist. Am Morgen kam der Wind dann aus WSW, der einzigen Richtung, nach der der

Ankerplatz offen ist. Also Abfahrt noch vor dem Frühstück um Groß Zicker herum südlich der Greifswalder Oie: Swinoujscie wir kommen !

Bei angenehmem Wind fuhren wir zunächst eine ganze Zeit mit Blister an Usedom entlang. Eine

schöne Küste! Kurz nach Herings-dorf erreich-

ten wir die Mole von Swinoujscie. In der Einfahrt liess der Wind soweit nach, dass wir die Segel

wegnahmen und mit dem Motor bis zum Klub Zołnierskie fuhren, wo wir freundlich empfangen wurden und mit Bb. längsseite an der Pier liegen konnten.

Ort Datum Uhrzeit
Abfahrt Sakskøbing 05.06.08 07:06
Ankunft Swinoujscie 09.06.08 15:42
Motor Segel max. Fahrt
Diese Etappe 8 sm 204 sm 13,0 kn
bisher 8 sm 204 sm 13,0 kn