Segeln: Katamaran "La Guagua" 2007: nach Töre

von Holmön nach Töre

zum Reisebeginn

Nach unserer späten Abfahrt aus Holmön ließ der zunächst recht schöne Wind bald nach und in der Nacht auf den 12.07.07 saß Gun 5 Stunden bei absoluter Flaute im Cockpit. Ein drohendes Morgenrot wurde bald von dunklen Schauern abgelöst -- freundlicherweise wieder mit Wind. Kurz vor 05:00 Uhr kam auch noch Nebel dazu. Das hat uns veranlasst, in der nahen Blackhamn-Bucht zu ankern und das mieseste Wetter zu verschlafen.

Gegen 14:30 Uhr liessen die Schauer nach. 15:42 schien uns das Wetter gut genug um weiter zu fahren und die letzten Schauer über Land von See aus zu betrachten. Die weitere Reise verlief dann so, wie wir es uns seit Langem gewünscht hatten: Winde aus südlichen Richtungen mit Stärken von 4 bis 5 brachten uns kurz nach Mitternacht mit Rauschefahrt in die Schären südwestlich Lulea. Ganz besonders war für uns dabei, dass wir nach Mitternacht zeimlich schnell zwischen Schären hindurchfahren konnten -- ganz so, als ob es Tag wäre. Am Freitag den 13.07.07 gingen wir im Morgenrot in einer schönen Bucht an den Anker und nach dem Ausschlafen an Land.

Nach einem Spaziergang durch lichten Wald mit viel Bewuchs am Boden und einer sehr aufgeweckten Mückenpopulation erwartete uns eine böse überraschung am Ufer: Bei unserem ( etwas altersschwachem) Gummiboot war der Bb.-Schlauch in sich zusammengefallen. Wir hatten Glück im Pech: Es trug uns noch die paar hundert Meter zurück zu La Guagua. Sabine bereitete die gesammelten Pilze zu und am nächsten Vormittag ging's weiter (langsam) Richtung Norden und Gun begann mit der Reparatur unseres Gummibootes, von Wulfo mit dem Saxophon begleitet. -- Wer hat das schon ?

Den Sonnenunter-gang erleben wir am Steg von Antnäs Börstskäret mit Maud, Frank und ihrem Sohn Jakob aus Pitea. Sonnenuntergänge wie hier oben haben wir noch nirgends gesehen !!

Als am näch-sten Morgen der GPS unleserlich wird, sind wir auf traditionelle Navigations-geräte ange-wiesen.

Nach Passieren der Eisbrecher gingen Sabine und Wulf in Lulea an Land, um einzukaufen, während Gun per Internet einen GPS erfolgreich bestellte, der aber am nächsten Tag nicht verfügbar war. Unsere Freundin Gisela, die dieser Tage an Bord kommen wird, hat dann eine andere Quelle aufgetan, während wir versuchen, mit Hilfe von Salz (ein Trocknungsmittel war am Samstag nachmittag nicht zu bekommen) die Feuchtigkeit aus dem GPS zu bekommen.

Nach dreieinhalb Stunden setzten wir unsere Reise, vorbei am Industriegebiet von Lulea, fort. Wegen der gammeligen Winde errreichten wir die Tonne 'N' in Törehamn als nördlichsten Punkt der Ostsee jedoch erst einen Tag später am 15.07.07, 17:00. Nett war allerdings, dass wir die letzten 10 sm blistern konnten und relativ schnell voran kamen. Törehamn hatte für uns nichts Besonderes zu bieten, wir sind deshalb nach zwei Stunden zurück nach Süden zum Töre Bat Klubb auf Bergön gefahren; wieder mit Blister, der Wind hatte gedreht.

Diese Etappe:
bisher:

Motor 7 sm, Segel: 193 sm, max.Speed: 14,3 kn
Motor 52 sm, Segel: 1247 sm, max.Speed: 20,7 kn