Segeln: Katamaran "La Guagua" 2007: nach Sundsvall

von Mjältön nach Sundsvall

zum Reisebeginn

Auf Empfehlung schwedischer Segler gingen wir von Örnsköldsvik nach Mjältön, der höchsten Insel Schwedens (236 m). In der Bucht liegen einige Schwimmstege, außerdem gibt es Trockentoiletten und Grillplätze. Deshalb ist man gehalten, im Kasten 20 SKr Liegegeld zu entrichten. Anschließend folgten wir den Wegweisern zum Mjältön-toppen; Gisela mückenvermummt in den Anarchofarben. Im unteren Bereich war der Weg sehr gut zu erkennen. Weiter oben, wo es fast nur noch Fels und Geröll gab, wurde

es schwie-riger. Aber wir schafften es trotzdem zu dem großen Steinmännchen, das wir um unsere Steine ergänzten. Dann warte-ten Gisela und Gun auf einen Drink -- der wollte trotz der eindeuti-gen Handstel-lung jedoch nicht kommen. Stattdessen gab es riesige, von Kröten bewachte Pilze. Bei der Weiterfahrt

nach Süden interes-sierte sich ein Tordalk sehr für uns. Aber wir ha-ben ja einander; also drehte er nach einem Dutzend Runden ums Boot wieder ab.

Die Einfahrt zwischen die Schärenbuckel nördlich Harnösand wird durch die Nutzung des neuen GPS deutlich verein-facht; jedoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass er nur ein Hilfsmittel zur Navigation ist und ausfallen kann.

Nach dem Ankern (deutlich weiter an Steuerbord) übernimmt Gun den Fährdienst für Sabine und Gisela. Anschließend gibt es Crepes mit Blaubeeren bis zum Abwinken; Sabine ist Expertin für's Backen -- wir beiden anderen eher für's Essen.

Statt nach Sundsvall fuhren wir im Süden von Härnön wieder in die Landabdeckung an den Anker: 4 - 5 auf die Nase sind zu ungemütlich zum Meilen machen. Also stattdessen lieber spazieren gehen. Fast weisse Rentiere (Kuh und Kalb) sehen, Pilze

und Blaubeeren pflücken, von einem Jäger mit zwei dicken Klumpen Elchfleisch beschenkt werden, und am nächsten Abend Elkadellen -- deutlich besser!! Die Freundlichkeit der Menschen hier oben ist immer wieder toll.
Wir hatten eigentlich nicht vor, nach Härnösand zu gehen, haben es dann aber nicht bereut. Diese, wie viele andere

schwedische Städte, gefiel auf den 2. Blick recht gut. Am nächsten Morgen wur-de eine junge von einer al-ten Lachmö-ve an Bord gefüttert.

Am 31.07.07 verließen wir Harnösand bei sehr wenig nördlichem Wind mit dem kühnen Gedanken, Hudiksvall in etwa 70 sm Entfernung zu erreichen. Bald fing es an zu kacheln (mehr als der Wetterbericht gesagt hatte) und es war wieder mal Reffen angesagt. Schließlich

haben wir uns mit der mittleren Fock und dem 4. Reff im Groß bei 6/7 in einer perfekt geschützten Bucht bei Sundsvall verkrochen. Bei abnehmendem Wind wurden bei uns Klamotten getrocknet und die Brigg lief aus zur Touri-Fahrt.
Mit ein paar Schweden,

die uns mit dem Beiboot besuchten haben wir ein wenig geschnackt. Als wir am nächsten Tag vom Landgang zurück kamen lagen in unserer Gummiwurscht drei schön zurecht gemachte Smörrebröd -- schwedische Freundlichkeit / Gastfreundschaft!!
Weil wir den Wind zu oft auf die Nase haben und für den 02.08.07 auch schon wieder bis 13 m/sek aus Süd angesagt sind, bleiben wir in der Gegend von Sundsvall, damit Gisela dort ihren Bus nach Stockholm erwischen kann. Also segeln wir gegen den Uhrzeiger um Alnön, liegen dort weit ab von Land auf 2 m Wasser am Anker und essen jede Menge Heringe, die uns ein freundlicher Mensch am Morgen für 20 SKr verkauft hat.

Mmmmmm !!

Dann gehen wir bei hoffentlich besserem Wetter auch mal wieder ein ernsthaftes Stück nach Süden.

Diese Etappe:
bisher:

Motor 8 sm, Segel: 219 sm, max. Speed: 18,3
Motor 66 sm, Segel: 1624 sm, max.Speed: 20,7 kn