Katamaran "Segeln: La Guagua" 2007: nach Örnsköldsvik

von Holmön nach Örnsköldsvik

zum Reisebeginn

Ein relativ großes Problem stellt für uns hier oben die Wettervorher-sage dar: Die deutschen Seewetterberichte reichen nur bis zur nördlichen Ostsee hinauf, so dass man höchstens aus der Lage der Druckgebilde grobe Rückschlüsse auf das zu erwartende Wetter ziehen kann. Zugang zum Internet und damit zu den meist sehr gut zutreffenden schwedischen Wetterberichten haben wir nur selten und gesprochene schwedische Wetterberichte sind für uns mangels Sprach-kenntnissen unverständlich. Wir freuen uns deshalb sehr, wenn wir von schwedischen Seglern den jeweiligen Wetterbericht (Windgeschwin-digkeiten in m/sek; mal 2 ergibt in etwa Knoten) erhalten. Die letzte Zahl in der Zeile gibt die erwartete Häufigkeit von Winden mit 10 oder mehr m/sek an.

Nach Wulf's Abfahrt fuhren wir am Wind an Bergudde vorbei nach Bonden. Auf diesem

Felsen nisten Hunderte / Tausende (?) von Seevögeln, vornehmlich Tordalken; es stinkt und sieht hübsch aus.
Ebenso hübsch -- aber völlig geruchlos -- ist der Sonnenuntergang gegen 22 Uhr, dem der Sonnenaufgang gegen 03 folgt. In der Zwischenzeit wird der Himmel immer unterschiedlich mit flammenden Farben verziert: Es wird nicht dunkel und die Farben nehmen nur ab, verlöschen aber nicht. Ganz anders die Papierfabrik in Husum und

die Inseln an der Hohen Küste: Sie ver-schwinden im Küsten-nebel. Ein echtes

Problem ohne GPS. Glücklicherweise kam der Nebel nicht nach See, sondern blieb zwischen den Inseln. Das gab uns die Möglichkeit, gleich hinter einer Insel (Vagön, wenn ihr's genau wissen wollt) an den Anker zu gehen, zu schlafen, Crepes zu essen und die letzten 10 sm nach Örnsköldvik erst am Nachmittag zu fahren.

Diese Etappe:
bisher:

Motor 2 sm, Segel: 81 sm
Motor 60 sm, Segel: 1486 sm, max.Speed: 20,7 kn