Als wir diese Website in 07 begonnen haben, wollten wir im Wesentlichen Verwandte, Bekannte und Freunde über den
Fortgang unserer Reise in die Bottenvik auf dem Laufenden halten, um nicht tausendundaberzwölf Leuten die gleichen
eMails oder Postkarten mit deutlich geringerem Informationsgehalt schicken zu müssen.
Nun haben wir schon die dritte Reise seit Anschaffung eines Schlepptops beschrieben und die Zielgruppe hat sich
gegenüber der ursprünglichen erheblich vergrößert.
Hierdurch hat sich auch unsere Zielsetzung verändert: Wir freuen uns, wenn wir mit unserer Website auch
anderen Seglern Informationen über Reiseziele, die Häfen auf dem Wege und zu Fragen von Ausrüstung und
Handhabung geben können.
Diese veränderten Ziele haben zur Folge, dass wir auch mal wieder die Erscheinung unsere Website ändern müssen,
um uns den angesprochenen Zielen nähern zu können.
Wir werden berichten ... Sabine und Gun Wille, 01.04.09
Auf dem Winter-liegeplatz in Sakskøbing
In den Ålands
Ankern: Mit "La Guagua" ankern wir stets vor einem etwa 10 m langen Hahnepot, das auf den beiden Bug-Klampen (durchgebolzt) belegt wird. Als Hauptanker verwenden wir einen 25 lbs CQR und, wenn das nicht reicht, zusätzlich einen 10 kg Bruce. Beide Anker haben einen 8 mm Kettenvorlauf von etwa 6 m, anschließend 16 mm Nylon, 3-kardeelig geschlagen. Bei Verwendung von 2 Ankern wird in jede Ankerleine an der Stelle, die das Zentrum des Hahnepot bilden soll mittels Achterknoten (= Achtknoten aus einer Bucht) ein Auge eingeknotet. Beide Augen werden miteinander durch zwei einwandfreie (keine !! Scharten) 8 mm-Karabiner verbunden (bei ganz fürchterlichen Bedingungen wird mittels Palstek eine Festmacherleine (Angstleine) in die Augen eingeknüpft und mittschiffs belegt). Hierdurch werden stets beide Rümpfe (fast) gleich belastet. Dies ermöglicht uns unter allen Umständen, die wir bisher erlebt haben, ein recht ruhiges Ankern. Das Verfahren mit den Karabinern ersetzt seit 2009 ein Früheres, etwas Umständlicheres, bei dem nur geknotet wurde.
Längsseite an den Felsen: ist für uns wegen des geringen Tiefgangs häufig möglich, wenn wir (ziemlich) sicher sind, dass es auch über Nacht oder während unseres Landgangs keine Welle gibt. Gute Fender sind jedoch ein Muss und lange Leinen empfehlenswert.
Die Motoraufhängung haben wir in Form einer nach achtern gerichteten Wagendeichsel (rot)
mit Drehpunkt unter der Haupttraverse realisiert. Wird der Motor benötigt (in den Hafen, aus
dem Hafen), so wird er mit einer Talje weggefiert und in die Senkrechte geklappt. Die Fernsteuerung
befindet sich Bb. am Motorkasten, in dessen anderer Seite auch der Tank nebst Reservekanistern
untergebracht ist. Auf dem Bild befindet sich der Motor in Segelposition.
In den Jahren 2006 bis 2008 bestand unser Unterbodenschutz aus Melkfett. Das Unterwasserschiff sah am
Ende der Saison immer schlimm aus: aber einen Monat bevor dieses Bild aufgenommen wurde, sind wir
noch 17,8 kn gelaufen. In 2008 waren wir mit dem Ergebnis nicht mehr zufrieden und haben deshalb 2009 wieder
konventionelles Antifouling aufgetragen.
Das Mastprofil be-steht aus Aluminium, Vorstags-/Want-hänger und Mastfuss aus Edelstahl,
alle übrigen Beschläge haben wir aus Glas und Epoxy gebaut.
Zum Setzen bzw. Legen des drehbaren Mastes wird der Fuß verriegelt, der Grossbaum (Glas/ Epoxy) mit Hilfe der
Backstagstalje als Jütbaum einge-setzt.
Dies ermög-licht uns, den Mast ohne Mastkran oder andere fremde Unterstützung zu setzen oder zu legen.